Taufe

Sie wollen Ihr Kind taufen lassen? Herzlich willkommen! Wir freuen uns über ihre Entscheidung.

Taufen werden bei uns entweder in einem normalen Gemeindegottesdienst oder in einem besonderen Taufgottesdienst gefeiert. Im ersten Fall ist die versammelte Gemeinde anwesend, im zweiten Fall nur die Familie des Täuflings. Beides hat einen guten Sinn, die Entscheidung liegt bei Ihnen. Die Termine für die besonderen Taufgottesdienste machen wir mit Ihnen individuell aus, üblicherweise samstags oder sonntags. Fragen Sie im Pfarrbüro, welcher unserer Pfarrer für Sie zuständig ist, und machen Sie mit ihm den Termin aus.

Was es mit der Taufe auf sich hat, das besprechen wir mit Ihnen während des Taufgesprächs. Da geht es um Grundlegendes zur Taufe und um ganz Konkretes zum Taufgottesdienst. Meistens werden bei uns Kinder getauft, aber natürlich können Sie sich auch taufen lassen, wenn Sie schon älter sind. Sprechen Sie einfach mit einem unserer Pfarrer darüber.

Wenn Sie Näheres zur Taufe erfahren möchten, finden Sie unten Wissenswertes dazu. Wenn Sie schon einmal nach einem Taufspruch suchen möchten, finden Sie hier eine Auswahl.

Taufbecken der Jesus-Christus-Kirche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum Kinder taufen?
In der evangelischen Kirche ist die Kindertaufe übliche Praxis. Manche von Ihnen fragen sich vielleicht, ob das sinnvoll ist. Manchmal wird die Meinung geäußert, dass das Kind „sich einmal selber entscheiden” soll, welcher Religion oder Konfession es angehören will. Dahinter steht ein wichtiges Motiv. Es lautet:„ In Glaubensangelegenheiten kann und darf es keinen Zwang geben.” Dieses Motiv teilen wir und doch taufen wir in unserer Kirche Kinder. – Warum?

Eltern üben Einfluss aus - so oder so
Wenn Sie ihr Kind erziehen, dann üben Sie in vielfältiger Weise Einfluss auf ihr Kind aus. Sie werden ihm Anregungen zum Spielen geben. Sie werden ihm Spielräume für eigene Erfahrungen ermöglichen und ihm Grenzen setzten. So entwickelt sich seine Fähigkeit, Probleme zu lösen. An den Aufgaben, die ihm gestellt werden, wächst ein Kind. Damit treffen Sie, die Eltern, an vielen Punkten Entscheidungen für ihr Kind, von denen Sie hoffen, dass sie Ihrem Kind den Weg ins Leben ebnen.

Auch der Entschluss von Eltern, das eigene Kind taufen zu lassen, ist eine solche Entscheidung. Mit dieser Entscheidung wird Ihrem Kind der “Spielraum Kirche” erschlossen. Hier soll und darf es Erfahrungen mit Gott machen. Über Ihr Kind erhalten Sie, die Eltern, in unserer Gemeinde die Einladungen zu Eltern-Kind-Gruppen, zu Elternseminaren und Krabbelgottesdiensten. Später wird ihr Kind selbstverständlich zu Konfirmandenunterricht und Jugendangeboten eingeladen werden.

Eltern und Kirche - Hand in Hand
Freilich: Auf Ihre Mithilfe bei diesem “Projekt” bleibt Ihr Kind angewiesen, wenn in ihm der Glaube wachsen soll. Denn die Begegnung mit Gott und dem Glauben ist nun wirklich nicht auf den Raum der Kirche beschränkt. Sie kann und darf auch auch zu Hause stattfinden.

Wir, Ihre Kirchengemeinde, wollen Ihnen bei der anspruchsvollen Aufgabe, diese Begegnung zu ermöglichen, behilflich sein. Wir möchten das auf dem Wege der Angebote tun, die wir Ihnen auf dieser Website vorstellen. Zugleich ist es unser Wunsch, dass unsere Bemühungen nicht nur Ihrem Kind gut tun, sondern auch Ihnen als den Eltern.
Dazu, dass wir das in einer guten Weise tun, in Respekt vor Ihrem Kind und mit all der Mühe, die uns aufzubringen möglich ist, glauben wir uns von Gott beauftragt und dadurch zugleich Ihnen verpflichtet.

Kindertaufe - und der eigene Glaube?
Andere unter Ihnen stehen vielleicht aus dem Grund der Kindertaufe fragend gegenüber, weil sie im Entschluss zur Taufe das Bekenntnis des eigenen Glaubens sehen. Einen solchen Entschluss könne man eigentlich nur als Erwachsener treffen, weil man als Kleinkind ja seinen Glauben noch nicht bekennen kann.
Natürlich: Wer sich als Erwachsener taufen lässt, drückt damit auch seinen Glauben aus. Darum gibt es in unserer Kirche selbstverständlich auch die Erwachsenentaufe.
Wir glauben jedoch, dass in der Taufe beides zum Ausdruck kommen darf: Gottes Liebe zu uns Menschen, die ohne Vorbedingung ist, auch ohne die Vorbedingung des eigenen Glaubens, und die Antwort des Menschen auf diese Liebe.
Wird der erste Aspekt besonders durch die Kindertaufe betont, so der zweite besonders durch die Erwachsenentaufe. Beide Formen haben ihr Recht.

 

Die Paten -Begleitung ins Leben
Sicher werden Sie sich im Laufe Ihrer Vorbereitungen zur Taufe irgendwann Gedanken dazu machen, wer das Patenamt an Ihrem Kind wahrnehmen soll. Vermutlich haben Sie bereits jemanden aus Ihrem Freundes- oder Verwandtenkreis im Blick. Natürlich wird dieser Mensch jemand sein, dem Sie, aber hoffentlich später auch einmal Ihr Kind, vertrauen können.

Bei der Taufe in unserer Gemeinde werden die Paten gefragt, ob sie bereit sind, „...Ihrem Patenkind Liebe und Freundschaft, Verständnis und Hilfe, Zeit und Überlegungen zu schenken, und ihm selbst durch Rat und Tat Vorbild für ein christliches Leben zu sein.”

In dieser Frage sind, so glauben wir, die Erwartungen von Eltern an die Paten aufgenommen. Es wird aber auch deutlich, dass das Pate bzw. Patin sein Chancen und Aufgaben birgt, die über den Tag der Taufe hinausweisen. Paten haben z. B. die Möglichkeit, dem Patenkind als Gesprächspartner über den Tag der Taufe hinaus zu dienen. Je älter das Kind wird, desto wichtiger kann es sein, gerade diese Aufgabe wahrzunehmen. Heranwachsende brauchen Gegenüber in der Erwachsenenwelt, gerade wenn Eltern in ein Alter kommen, in dem man mit ihnen „...überhaupt nicht mehr reden kann...” ; )

Das Wort “Pate” ist eigentlich die Abkürzung des lateinischen “pater spiritualis” , übersetzt bedeutet es “geistlicher Vater”. Die Aufgabe der Paten ist also eigentlich eine geistliche Aufgabe. Das dies im gleichen Maße für die “geistliche Mutter” des Täuflings gilt, erübrigt sich fast zu betonen. Paten sollen also den Eltern bei der geistlichen Erziehung des Kindes helfen. Schön wäre es, wenn es den Paten gelänge auch in Glaubensdingen zu einem ehrlichen Gesprächspartner zu werden.

Patinnnen und/oder Paten sind in der Regel evangelisch. Jedoch ist es für manche Eltern gerade bei uns im überwiegend katholischen Raum schwer, evangelische Paten zu finden. In diesem Falle heißen wir Patinnnen oder Paten aus der römisch-katholischen Kirche herzlich willkommen. Auch Angehörige anderer
christlicher Religionsgemeinschaften werden als Paten zugelassen. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass Menschen ohne christliche Konfessionszugehörigkeit, oder aus Kirchen, die die Kindertaufe nicht anerkennen, das Patenamt in unserer Kirche nicht ausüben können.